Samstag, 20. August 2011

3.9.: Naziaufmarsch in Dortmund verhindern!

Gegen Nazis und Kapitalismus!

Die SAV unterstützt das Bündnis „Dortmund stellt sich quer“ und mo­bili­siert zu den Blockaden gegen den ge­planten Naziaufmarsch am 3. Sep­tember 2011 (weitere Infos unter www.dortmundquergestellt.de).

Unter dem Motto des „Nationalen Anti­kriegstags“ planen Faschisten des „Nationalen Widerstands“ (NW) be­reits zum siebten Mal durch Dort­mund zu marschieren. Im Vorfeld des Auf­marsches häuften sich An­schläge und Überfälle auf engagier­te Antifaschist­Innen in Dortmund – auch die An­schläge in Norwegen scheinen den Faschisten des NW Aufwind zu ge­ben.

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Veranstaltungstipp: "Revolution und Bürgerkrieg in Spanien" am 8. September. Mehr Infos.
Das Massaker in Oslo, dem insge­samt 77 Menschen zum Opfer fie­len, zeigt wie gefährlich die Nazis auch heute noch sind. Der Attentä­ter An­ders Breivik verschickte sein 1500-seitiges „Manifest“, eine An­sammlung rechtspopulistischer und faschistisch­er Texte, kurz vor der Zündung der Autobombe auch an den „Nationalen Widerstand“ Dort­mund. Vom NW bis zu Terroristen vom Schlage Breiviks ist es nicht weit: Bereits im letzten Jahr hatten Neonazis für den „Natio­nalen Anti­kriegstag“ eine Bombe ge­bastelt, die gerade noch rechtzeitig von der Polizei entdeckt wurde. Die Täter sind auf freiem Fuß.

Die Nazis sagen, sie seien gegen Krieg, meinen damit aber keinen Krieg nach ihrem „Endsieg“. Sie be­nutzen scheinbar antikapitalistische Slogans um Leute um sich zu scha­ren. Dass Faschismus aber nichts mit Antikapi­talismus zu tun hat, hat die Zeit von 1933-45 gezeigt. Hitler wurde durch die Konzernchefs wie Thyssen und Krupp gefördert und bediente direkt die Interessen der deutschen Groß­konzerne, zerschlug sämtliche linke und Arbeiterorgani­sationen durch den Straßenterror der SA, um dann den Zweiten Welt­krieg und die industrielle Massen­vernichtung von sechs Millio­nen JüdInnen voran bringen zu kön­nen.

Wir stellen uns den Nazis in den Weg: Nie wieder Krieg und nie wieder Fa­schismus!

Die Grenzen verlaufen nicht zwi­schen den „Völkern“, sondern zwi­schen Oben und Unten. Deshalb gilt es, den Kampf gegen Nazis mit dem Kampf gegen Lohnkürzungen, Er­werbslosig­keit und Perspektiv­losig­keit zu verbin­den.

Wir fordern:
  • Keine Vermietung und Bereitstel­lung öffentlicher Plätze und Räume an fa­schistische Organisationen
  • Verhinderung aller Nazi-Aktivitä­ten durch Massenmobilisierungen von Ge­werkschaften, linken Orga­ni­sa­tio­nen und der antifaschisti­schen Be­wegung
  • Gegen staatlichen Rassismus. Keine Abschiebungen
  • Gemeinsamer Kampf von Arbei­ter­Inn­en, Erwerbslosen und Jug­end­lich­en mit und ohne deutschen Pass ge­gen den sozialen Nährbo­den von Rassis­mus, Antisemitis­mus und Fa­schismus – ge­gen Ar­beitslosigkeit, So­zial­abbau und Lohnkürzungen
  • Gleiche Rechte für alle – gegen je­de Form der Diskriminierung auf Grund von Nationalität, Geschlecht, Behin­de­rung oder sexueller Orien­tierung
  • Weg mit Hartz IV. Mindesteinkom­men von 750 Euro netto plus Warm­miete. Mindestlohn von 10 Euro/Std. als erster Schritt zu 12 Euro Mindest­lohn
  • 30-Stunden-Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich
  • Für ein öffentliches, kostenloses Ge­sundheits- und Bildungswesen
  • Überführung der Banken und Kon­zer­ne in Gemeineigentum unter de­mokra­tischer Kontrolle und Ver­wal­tung durch die arbeitende Be­völ­ke­rung
  • Statt Produktion für den Profit – Pla­nung der Produktion nach den Be­dürf­nissen von Mensch und Natur