1936 griffen die spanischen ArbeiterInnen, Jugendlichen und Armen zu den Waffen, um den Putsch der Faschisten zurück zu schlagen. Sie übernahmen Land und Fabriken und bildeten Räte - die Revolution hatte begonnen. Was können wir für heute aus ihrem Kampf lernen?
Veranstaltung der SAV am Donnerstag, 8. September 2011, 18:30 Uhr im Yellow Pepper's, Schützenstr. 46, Nähe Dortmund Hbf
Flugblatt: Seite 1, Seite 2
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Tipp: Filmabend der linksjugend ['solid] Essen mit "Land and Freedom" am Freitag, 23. September, 18 Uhr im LINKE-Büro, Severinstr. 1, Nähe Rathaus Essen
Im Juli 1936 kam es in Spanien zum Putsch des faschistischen Generals Franco. Um sich gegen den Terror der Faschisten zu wehren, griffen die ArbeiterInnen massenhaft zu den Waffen. Die ArbeiterInnen und armen BäuerInnen begannen, Komitees zu bilden und Teile der Wirtschaft unter ihre Kontrolle zu bringen – der Kampf gegen den Faschismus entwickelte sich zur sozialistischen Revolution.
Zigtausende kamen aus aller Welt, um in den Internationalen Brigaden an der Seite der spanischen Arbeiterklasse zu kämpfen. Die Sowjetunion jedoch fuhr eine zweigleisige Taktik: Einerseits unterstützte sie den Kampf gegen Franco, andererseits führte sie zahllose politische Morde an TrotzkistInnen und AnarchistInnen durch und schwächte so die Reihen der ArbeiterInnen. Denn ein Sieg der Revolution in Spanien hätte die Herrschaft der Stalin-Clique in Moskau in Frage gestellt.
Franco erhielt militärische Unterstützung der faschistischen Staaten Deutschland und Italien, um die Revolution blutig nieder zu schlagen. Am Ende fielen Hunderttausende dem faschistischen Terror zum Opfer.
Der Sieg der spanischen Revolution hätte auch die ArbeiterInnen im Rest Europas ermutigt, sich von ihren kapitalistischen Herrschern zu befreien. Die Niederlage der Revolution bedeutete den Zweiten Weltkrieg mit über 50 Millionen Toten und die vier Jahrzehnte dauernde Diktatur Francos über Spanien.
Aus den tragischen Ereignissen des Spanischen Bürgerkrieges lassen sich zahlreiche Lehren ziehen, die heute – in Zeiten der Arabischen Revolution, von Massenprotesten der ArbeiterInnen und Jugendlichen Südeuropas und von Bewegungen gegen Atomkraft und Nazis – immer noch aktuell sind: Ist der Kapitalismus reformierbar oder brauchen wir eine Revolution? Welche Rolle spielen Parteien, Gewerkschaften und andere Organisationen in Bewegungen? Sollten sich Linke an Regierungen und Bündnissen mit pro-kapitalistischen Parteien beteiligen? Wie brauchbar sind die Ideen und Methoden des Anarchismus und Stalinismus? Was ist internationale Solidarität?
Wenn du mit uns über diese Fragen diskutieren und vielleicht selbst aktiv werden willst, komm zu unserer Veranstaltung am Donnerstag, 8. September.
