Freitag, 5. August 2011

Vor 75 Jahren: Revolution und Bürgerkrieg in Spanien

1936 griffen die spanischen ArbeiterInnen, Jugendlichen und Armen zu den Waffen, um den Putsch der Faschisten zurück zu schlagen. Sie übernahmen Land und Fabriken und bildeten Räte - die Revolution hatte begonnen. Was können wir für heute aus ihrem Kampf lernen?

Veranstaltung der SAV am Donnerstag, 8. September 2011, 18:30 Uhr im Yellow Pepper's, Schützenstr. 46, Nähe Dortmund Hbf
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Tipp: Filmabend der linksjugend ['solid] Essen mit "Land and Freedom" am Freitag, 23. September, 18 Uhr im LINKE-Büro, Severinstr. 1, Nähe Rathaus Essen

Im Juli 1936 kam es in Spanien zum Putsch des faschistischen Generals Franco. Um sich gegen den Terror der Faschisten zu weh­ren, griffen die ArbeiterInnen mas­senhaft zu den Waffen. Die Arbei­terInnen und armen BäuerInnen begannen, Komitees zu bilden und Teile der Wirtschaft unter ihre Kontrolle zu bringen – der Kampf gegen den Faschismus entwickel­te sich zur sozialistischen Revolu­tion.
Zigtausende kamen aus aller Welt, um in den Internationalen Brigaden an der Seite der spani­schen Arbeiterklasse zu kämpfen. Die Sowjetunion jedoch fuhr eine zweigleisige Taktik: Einerseits un­terstützte sie den Kampf gegen Franco, andererseits führte sie zahllose politische Morde an TrotzkistInnen und AnarchistInnen durch und schwächte so die Rei­hen der ArbeiterInnen. Denn ein Sieg der Revolution in Spanien hätte die Herrschaft der Stalin-Clique in Moskau in Frage gestellt.
Franco erhielt militärische Unter­stützung der faschistischen Staa­ten Deutschland und Italien, um die Revolution blutig nieder zu schlagen. Am Ende fielen Hun­derttausende dem faschistischen Terror zum Opfer.
Der Sieg der spanischen Revolu­tion hätte auch die ArbeiterInnen im Rest Europas ermutigt, sich von ihren kapitalistischen Herr­schern zu befreien. Die Niederla­ge der Revolution bedeutete den Zweiten Weltkrieg mit über 50 Mil­lionen Toten und die vier Jahr­zehnte dauernde Diktatur Francos über Spanien.
Aus den tragischen Ereignissen des Spanischen Bürgerkrieges lassen sich zahlreiche Lehren zie­hen, die heute – in Zeiten der Ara­bischen Revolution, von Massen­protesten der ArbeiterInnen und Jugendlichen Südeuropas und von Bewegungen gegen Atomkraft und Nazis – immer noch aktuell sind: Ist der Kapitalismus refor­mierbar oder brauchen wir eine Revolution? Welche Rolle spielen Parteien, Gewerkschaften und an­dere Organisationen in Bewegun­gen? Sollten sich Linke an Regie­rungen und Bündnissen mit pro-kapitalistischen Parteien beteili­gen? Wie brauchbar sind die Ideen und Methoden des Anar­chismus und Stalinismus? Was ist internationale Solidarität?
Wenn du mit uns über diese Fra­gen diskutieren und vielleicht selbst aktiv werden willst, komm zu unserer Veranstaltung am Donnerstag, 8. September.