Sonntag, 9. Juni 2013

Bericht vom Sozialismustag in Dortmund

Am Samstag, den 8. Juni 2013 fand im Taranta Babu der Sozialismustag der SAV Dortmund statt.

Es gab spannende Workshops zu Antifaschismus in Griechenland und Deutschland, dem Spanischen Bürgerkrieg 1936-39, zur Frage "Ist der Mensch zu schlecht für den Sozialismus?" und zum Kampf für Gleichberechtigung. Erstaunlich war, dass es wohl das größte Interesse an dem Workshop zum Sozialismus gab, wo 23 TeilnehmerInnen intensiv über die Frage einer anderen, einer sozialistischen Welt diskutierten.

Nach einem Bericht über die Situation nach dem Marikana-Massaker in Südafrika, wo Minenarbeiter nach den wilden Streiks mit Unterstützung der SAV-Schwestersektion Democratic Socialist Movement (DSM) eine neue Arbeiterpartei gründeten, folgte die Abendveranstaltung.

Hier gab es Berichte aus der Türkei, Griechenland und Deutschland zu den dortigen Bewegungen und der allgemeinen politischen Lage. Nursel Konak von DIDF, Thies Gleiss vom BundessprecherInnenrat der Antikapitalistischen Linken (AKL), Klairie Kountourie aus Griechenland und Sönke Jansen von der SAV diskutierten darüber, welche Schlussfolgerungen man aus den unterschiedlichen Erfahrungen im Kampf gegen Sozial- und Demokratieabbau, staatliche Repression, dem Widerstand gegen die Troika und das Erdogan-Regime ziehen kann und welche Aufgaben soziale Bewegungen, Gewerkschaften und die Partei DIE LINKE dabei haben.

Fragen wurden vor allem dazu gestellt, wie konkrete Solidarität mit den AktivistInnen in Griechenland und der Türkei aussehen könnte, welche unterschiedlichen Triebkräfte in der Bewegung gegen Erdogan wirken, welche Haltung MarxistInnen und AKL-Mitglieder zum Euro haben und wie eine Linksregierung in Griechenland aussehen könnte bzw. welche Herausforderungen sich dann SozialistInnen in Griechenland stellen würden. Weil es bei etlichen TeilnehmerInnen zu bestimmten Fragen ein großes Interesse gab, wurden Diskussionen nach Ende der Veranstaltung noch bis in die Nacht fortgesetzt.

Mit 35 TeilnehmerInnen, von denen die Mehrheit nicht aus SAV-Mitgliedern bestand, war der Sozialismustag gut besucht.

Fünf BesucherInnen erklärten Interesse, mit der SAV die Diskussion fortzusetzen und aktiv zu werden.